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Die Preisträgerin

Lisa Herzog (*1983 in Nürnberg) ist seit 2016 Professorin für Politische Philosophie und Theorie an der Hochschule für Politik der Technischen Universität München. Sie  arbeitet an der Schnittstelle von politischem und ökonomischem Denken. Schwerpunkte ihrer philosophischen Arbeit sind u.a. Fragen der ökonomischen Gerechtigkeit, die normative Bewertung von Märkten, Ethik und Demokratie in Wirtschaftsorganisationen, sowie das Verhältnis von Demokratie, Märkten und Wissen. Anfang 2019 ist ihr Buch "Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf" bei Hanser Berlin erschienen.

PREIS FÜR PHILOSOPHIE UND SOZIALETHIK

Der Preis trägt nach dem Willen des Stifters Max Uwe Redler den Namen „Deutscher Preis für Philosophie und Sozialethik“. Mit 100.000 Euro dotiert, ist der Preis die höchste Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, die von einer privaten Stiftung in den Geisteswissenschaften verliehen wird. Nicht zuletzt mit der herausragenden Fördersumme wollte der Stifter ein Zeichen für die grundlegende Bedeutung der Wissenschaftsdisziplin der Philosophie setzen. Seit jeher verhandelt sie die zentralen Fragen unseres Weltverständnisses und unserer menschlichen Existenz. Zugleich fordert sie als Gradmesser und Spiegel unserer Gesellschaft mit neuen Ideen immer wieder alte Denkstrukturen heraus und setzt damit ethische und moralische Ankerpunkte in einer immer dynamischer werdenden Gesellschaft.

Da es dem Stifter ein wichtiges Anliegen war, insbesondere die gesellschaftliche Relevanz der Philosophie hervorzuheben, liegt der Schwerpunkt des Preises auf der Sozialethik. Sie verhandelt die Stellung des Individuums in der Gesellschaft, befasst sich mit den gesellschaftlichen Bedingungen sozialer Ordnungen und Strukturen und fragt nach den Wertvorstellungen unseres Handelns. Die Sozialethik umfasst die Sozialphilosophie, hat enge Beziehungen zur politischen Philosophie sowie zur Gesellschafts-, Staats- und Wirtschaftstheorie und auch der Theologie.

Mit dem Deutschen Preis für Philosophie und Sozialethik wird nicht ein ganzes Lebenswerk, sondern ein herausragendes Werk zeitgenössischer Philosophinnen und Philosophen auf dem Gebiet der Sozialethik ausgezeichnet. 

Erstmals 2014 vergeben, wird der Preis für Philosophie und Sozialethik ab 2019 alle zwei Jahre verliehen. Kooperationspartner des Preises sind der Stifterverband und die Kursbuch Kulturstiftung, die sich der Förderung von Wissenschaft und Bildung verschrieben hat und die Politik- und Kulturzeitschrift "Kursbuch" verlegt.

PARTNER

„Der Deutsche Preis für Philosophie und Sozialethik honoriert herausragende Leistungen von zeitgenössischen Philosophinnen und Philosophen. Damit ist der Preis ein Leuchtturm für die Wissenschaftsstadt Hamburg, die seit vielen Jahren auch Heimat der von uns verlegten Politik- und Kulturzeitschrift Kursbuch ist. Wir unterstützen mit der Kursbuch Kulturstiftung den Preis für Philosophie und Sozialethik, weil wir diesen Leuchtturm auch über Hamburg hinaus strahlen lassen möchten – und so die Philosophie als Wissenschaftsdisziplin und Motor gesellschaftlicher Diskurse stärken möchten.“

(Dr. Sven Murmann, Geschäftsführer Kursbuch Kulturstiftung)

„Der Preis für Philosophie und Sozialethik ist in seiner Form in Deutschland einzigartig. Mit ihm werden herausragende Philosophinnen und Philosophen der heutigen Zeit für exzellente Werke geehrt und über Landesgrenzen hinweg sichtbar gemacht. Der Stifterverband unterstützt die großartige Arbeit der Max Uwe Redler Stiftung, die mit ihrem Preis die Geisteswissenschaften auf dem Gebiet der Philosophie fördert wie keine andere private Stiftung in Deutschland.“

(Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär Stifterverband)

 
 

MAX UWE REDLER STIFTUNG

Max Uwe Redler wurde am 11. Januar 1937 in Berlin geboren. 1957 begann er in Hamburg eine kaufmännische Lehre. Beruflich war er vielfach im Ausland tätig, Hamburg blieb er aber stets verbunden. Er engagierte sich auf dem sozialen Sektor und war ehrenamtlich für die Special Olympics tätig, einer Internationalen Sportbewegung für geistig und mehrfach behinderte Menschen.

Max Uwe Redler besuchte über viele Jahre regelmäßig Vorlesungen und Veranstaltungen an der Universität Hamburg. Sein besonderes persönliches Interesse galt den Geisteswissenschaften und hier insbesondere der Philosophie und Sozialethik. Er war der tiefen Überzeugung, dass die Philosophie als die „Mutter aller Wissenschaften“ in unserer immer komplexer werdenden Welt wichtige Orientierungshilfen bieten und Ideen für eine Weiterentwicklung der sozialen Ordnung und eine gerechtere Gesellschaft liefern kann.

Um diese gesellschaftliche Relevanz der Philosophie sichtbarer zu machen, hat Max Uwe Redler testamentarisch verfügt, nach seinem Tode eine gemeinnützige Stiftung zu errichten – mit dem Zweck der Förderung der Geisteswissenschaften auf dem Gebiet der Philosophie und Sozialethik. Stiftungszweck ist die Einrichtung eines Preises, der nach dem Willen des Stifters den Namen „Deutscher Preis für Philosophie und Sozialethik“ trägt und 2014 erstmals vergeben wurde.

Max Uwe Redler erlag am 30.September 2006 seiner schweren Krankheit. Seine Stiftung wird verwaltet vom Deutschen Stiftungszentrum (Regionalbüro Hamburg) im Stifterverband. Vorsitzender der Max Uwe Redler Stiftung ist der langjährige Hamburger Universitätspräsident Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje.

PREISTRÄGER

 2017 - Susanne Hahn

Susanne Hahn wurde 1964 in Mülheim an der Ruhr geboren. Nach dem Studium der Neueren Geschichte, Philosophie und Germanistik an den Universitäten Duisburg und Essen erfolgte 1998 an der Universität Essen die Promotion. Mit einem Lise-Meitner-Stipendium des Landes NRW gefördert, habilitierte sie sich 2007 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und übernahm Lehrstuhlvertretungen an verschiedenen Universitäten. Von 2011 bis 2016 arbeitete sie an ihrem durch die DFG geförderten Projekt „Ein Rahmen für die Wirtschaftsethik – Methodische Grundlagen und Regeln“. Seit 2016 ist sie außerplanmäßige Professorin an der Heinrich-Heine-Universität. – Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Normativität, Rationalität und Wirtschaftsethik.

2014 - Michael Quante

Michael Quante wurde 1962 in Senden geboren und studierte Germanistik und Philosophie in Berlin und Münster. Er zählt seit vielen Jahren zu den renommiertesten Philosophen im deutschsprachigen Raum. Seit 2009 ist er Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Sein Lehrstuhl steht in der Nachfolge großer Philosophen wie Joachim Ritter, Hans Blumenberg und Ludwig Siep und gilt als einer der bedeutendsten Philosophielehrstühle in Deutschland. Die zentralen Themen der philosophischen Arbeit von Michael Quante sind der Deutsche Idealismus, Fragen der personalen Identität und biomedizinischen Ethik, Ethik, Handlungstheorie sowie die Rechts- und Sozialphilosophie.

 

JURY

Präsident der Universität Hamburg 1991 – 2006

Vorsitzender der Max Uwe Redler Stiftung 

Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje

Professor für Philosophie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft e.V.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher

Professor für Philosophische Anthropologie an der

Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Geert Keil

Professorin für Philosophie, Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie, Universität Hamburg

Prof. Dr. Birgit Recki

 

KONTAKT

Deutsches Stiftungszentrum

Für alle organisatorischen Anfragen kontaktieren Sie bitte Mareike Andresen (Stiftungsmanagerin)

Tel.: +49 40 806 099 586   

Mail: Mareike.Andresen@stifterverband.de

Presse

Für alle Presseanfragen steht Ihnen Peter Wiegand zur Verfügung

Tel.: +49 175 586 11 16

Mail: p.wiegand@web.de

Max Uwe Redler Stiftung

c/o Deutsches Stiftungszentrum

Regionalbüro Hamburg

Neuer Wall 9

20354 Hamburg 

Tel. +49 40 806099-580

Fax: +49 201 8401 255